Home | Denkmal erstellen | So funktioniert's | Beistand | Forum 
Login
Noch nicht registriert? » Jetzt registrieren | Passwort vergessen? Oder via Facebook:

Facebook auf Facebook teilen Twitter auf Twitter publizieren

Kondolenza.ch, ein ewiges Denkmal.


Paul Rée, Celerina, Schweiz

01.01.1970 - 01.01.1970





Paul Rée mit Lou von Salomé und Friedrich Nietzsche


Rée war der zweite Sohn eines Rittergutsbesitzers; die Familie war jüdischer Herkunft, Paul Rée allerdings Protestant. Er studierte in Leipzig, Berlin und Zürich zunächst auf Wunsch des Vaters Rechtswissenschaft, dann Philosophie. Als Einjährig-Freiwilliger nahm er am Deutsch-Französischen Krieg teil, wurde allerdings früh verwundet und schied so aus dem Heer aus.
1875 dissertierte er „Über den Begriff des Schönen (sittlich Guten) in der Moralphilosophie des Aristoteles“. Sein Versuch, über eine Habilitation in der Wissenschaft Fuß zu fassen, scheiterte 1877.
Schon 1873 hatte er in Basel Friedrich Nietzsche kennen gelernt, 1875 entwickelte sich daraus eine Freundschaft. Im Winter 1876/1877 lebte er zusammen mit Nietzsche, Albert Brenner und Malwida von Meysenbug auf deren Einladung in Sorrent, wo sie gemeinsam philosophische Überlegungen anstellten und arbeiteten. In Sorrent entstand Rées Werk Der Ursprung der moralischen Empfindungen ebenso wie Teile von Nietzsches Menschliches, Allzumenschliches, Ausdruck von Nietzsches Abkehr von Wagner und Hinwendung zum „Réealismus“.
Malwida von Meysenbug und Paul Rée entwickelten einen intensiven Briefwechsel. Die erhalten gebliebenen Briefe Malwida von Meysenbugs sind mehr als nur persönliche Dokumente einer Freundschaft, da der eine als „Materialist“, die andere als „Idealistin“ gegensätzliche Positionen einnahmen, die auch zwei Strömungen im 19. Jahrhundert bezeichnen. Die Briefe bieten auch Einsicht in das biographische Beziehungsgeflecht zwischen Nietzsche und Rée, von Meysenbug und Nietzsche sowie Lou von Salomé.
Die junge Salomé traf Rée auf einer Italienreise 1882, ebenfalls im Umfeld von Meysenbugs. Rée fühlte sich ebenso wie Nietzsche zu Salomé hingezogen. Nach mehrmonatiger Dreiecksbeziehung kam es zum Zerwürfnis mit Nietzsche. Lou und Rée lebten noch bis 1885 zusammen in Berlin, ohne jedoch ein Liebespaar zu sein.
Nach einem erneut misslungenen Habilitationsversuch begann Rée 1885 ein Medizinstudium, das er 1890 erfolgreich abschloss. Sein weiteres Leben verbrachte er überwiegend in Stibbe (Westpreußen). Dort behandelte er als Arzt die Landarbeiter auf dem Rittergut seines Bruders Georg.
1900 gab der Bruder das Gut auf; Paul Rée ging daraufhin nach Celerina (Schweiz) und arbeitete als Arzt für die Einheimischen. Am 28. Oktober 1901 verunglückte er bei einer Bergwanderung und stürzte in den Inn; ob es tatsächlich ein Unglück oder ein Suizid war, kann nicht geklärt werden.









Login
Noch nicht registriert? » Jetzt registrieren | Passwort vergessen? Oder via Facebook:

Kondolenzeinträge

    Sie können nur als angemeldetes Mitglied auf diesem Denkmal eine Kondolenz hinterlassen!

Bilder/Medien

Auflistung aller Bilder zu diesem Denkmal.

Sie können nur als angemeldetes Mitglied auf diesem Denkmal ein Bild, Video oder Dokument hinterlassen!

Interessantes/Nützliches

Wollen Sie informiert werden, sobald neue Kondolenzeinträge oder Bilder vorhanden sind?
Ihr Name:
Ihre E-Mail:

In 4 Schritten zur digitalen Anteilnahme/Andenken

  • 1. Als Benutzer anmelden
  • 2. Denkmal für eine Person erstellen
  • 3. Denkmal individualisieren
  • 4. Denkmal den Bekannten melden
  • Oder Sie können dies durch uns in einem Komplettservice erledigen lassen
  • Missbrauch von Kondolenza.ch, Missbrauch der Daten von Kondolenza.ch und das Anlegen noch unter uns weilender Personen sowie das Anbringen von beleidigenden Texten wird durch kondolenza.ch nicht toleriert.