Kondolenza.ch, ein ewiges Denkmal.
Gerhard Rose, Obernkirchen
01.01.1970 - 13.01.1992
Der Sohn eines Oberpostrates studierte nach dem Besuch von Gymnasien in Stettin, Düsseldorf, Bremen und Breslau Medizin an der Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen sowie den Universitäten Berlin und Breslau.[1] Rose bestand das Medizinische Staatsexamen am 15. November 1921 mit der Note „sehr gut“, promovierte am 20. November 1922 mit der Note „Magna cum laude“ und erhielt die Approbation als Arzt am 16. Mai 1922. Roses Ausbildung war dabei von 1914 bis 1918 durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1921 beteiligte er sich als Angehöriger des Freikorps Roßbach nach eigener Darstellung an der „Abwehr des polnischen Einfalls in Oberschlesien“.[2]
In dem Zeitraum zwischen 1922 und 1926 war Rose als Assistenzarzt am Robert Koch-Institut in Berlin, am Hygienischen Institut in Basel und am Anatomischen Institut der Universität Freiburg im Breisgau tätig. Nach widersprüchlichen Angaben führte er ab 1926 eine Privatpraxis in Heidelberg[3] oder war als Assistent an der Chirurgischen Klinik der dortigen Universität tätig.[4]
1929 verließ Rose Deutschland, um in China als ärztlicher Berater der Kuomintang-Regierung zu arbeiten. Im Dezember 1929 wurde er zum Direktor der Landesanstalt für das Gesundheitswesen in Chekiang ernannt, weiterhin war er Berater für das öffentliche Gesundheitswesen beim Innenminister von Chekiang. Roses Zeit in China war von umfangreichen Studienaufenthalten in Europa, Asien und Afrika unterbrochen. Am 1. November 1930 trat Rose in die NSDAP (Mitglieds-Nr. 346.161) ein.[5]
Im Vorfeld des Japanisch-Chinesischen Krieges kehrte Rose im September 1936 nach Deutschland zurück und übernahm am 1. Oktober die Leitung der Abteilung für Tropenmedizin am Berliner Robert-Koch-Institut. Ab Sommersemester 1938 hielt Rose an der Berliner Universität Vorlesungen und Übungen zu Tropenhygiene und Tropenmedizin. Am 1. Februar 1943 wurde Rose zum Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts ernannt.
1939 trat Rose in den Dienst des Sanitätswesens der Luftwaffe, im gleichen Jahr war er als Angehöriger der Legion Condor in Spanien. Im Jahr 1942 wurde er zum Beratender Hygieniker und Tropenmediziner beim Sanitätswesen der Luftwaffe ernannt. Bei Kriegsende hatte Rose den Rang eines Generalarztes erreicht.
Im August 1942 heiratete Rose. Aus der Ehe ging ein Kind hervor.