Kondolenza.ch, ein ewiges Denkmal.
Friedrich Traugott Wahlen, Bern
01.01.1970 - 07.11.1985
Nach dem Studium der Agronomie an der ETH Zürich, die mit einer Dissertation über Leguminosen abschloss, zog er ins Ausland. Nach Deutschland, Holland und England zog er 1923 nach Kanada. Dort heiratete er Helene Rosalie Hopf aus Thun. Nach fünf Jahren kehrte er nach Zürich zurück. Er versuchte nun mit Nachdruck, den seiner Meinung nach gegenüber der Viehzucht vernachlässigten Getreideanbau wieder zu fördern. Er war Redaktor des Landwirtschaftsblatts „Grüne“ von 1936 bis 1941 und organisierte einen entsprechenden Pavillon an der Landi 1939. Mit seinem Vortrag am 15. November 1940, kurz nachdem die Schweiz von den Achsenmächten eingekreist worden war, startete er seinen lange vorbereiteten und auf einem grossen Kataster aufbauenden Anbauplan. Die Rede wurde quasi als landwirtschaftlicher Rütli-Rapport aufgefasst und Wahlen damit zum Vater der Anbauschlacht.
In die Politik stieg er allerdings erst 1942 wirklich ein, als er für die BGB (heute SVP) in den Ständerat wählen liess. Von 1943 bis 1949 war er Professor für Pflanzenbau an der ETH Zürich. 1949 wurde er als Direktor der Abteilung für Landwirtschaft an die FAO berufen. Er verbrachte in dieser Stellung erneut zehn Jahre im Ausland, zunächst in Washington und dann in Rom.